Donnerstag, 1. August 2013

Das Faß

Es steht verlassen dort im Walde
ein Ölfaß, fast so wie auf Halde
es rostet hier und auch noch dort
in einem Monat ist es fort.

Das hat der Dachs wohl nicht bedacht
als er's sich drin gemütlich macht
er baut sein nest vorm Fuchs geschützt
und denkt, er wäre soo gewitzt.

Er schläft schnell ein nach seinem Mahl
und denkt, die Welt, die kann mich mal
so warm und sicher hab ichs hier
viel besser als manch and'res Tier.

Eer Monat geht, das Fass geht auch
der Dachs liegt faul auf seinem Bauch
hat nichts gemerkt, das arme Tier
nun ists zu spät, der Fuchs ist hier.

Freitag, 31. Mai 2013

Regentag

Draussen ist es nass vom Regen
drinnen bleib ich heute kleben
in dem Stuhle vor dem Tisch
ärgre mich ganz fürcherlich.

Draussen herrscht jetzt Langeweile
drinnen hab ich keine Eile
warte, dass der Wind sich dreht
und die Wolken weiterweht.

Draussen, draussen, sag ich mir
sieht man weder Mensch noch Tier
haben sich im Haus verkrochen
für die nächsten Regenwochen

Doch mit einmal stoppt der Schauer
der da fiel wie eine Mauer
langsam reisst das Regenband
das da stand wie eine Wand

Draussen, da scheint jetzt die Sonne
auf die Leute, die mit Wonne
sich in Parkanlagen aalen
auch wenn sie sonst sind Rivalen.

Montag, 20. August 2012

Hitzefrei

Dröhnend drehen sich im Kreise
Lüfterblätter. Ich stöhn leise
"Hätt ich doch nur Hitzefrei".
Seh stattdessen wie ein Ei
brät auf meines Tisches Platte
das ich dort gelassen hatte.
Sehne mich nach einem Bier
gut gekühlt hätt ichs gern hier
lausche weiter den Motoren
die da treiben die Rotoren
Sitze da und laufe aus
doch bald ist die Arbeit aus.

Freitag, 27. Juli 2012

Freitag

Der Tag geht los mit 30 Grad
ich seh schon, das wird ziemlich fad
werd wieder im Büro rumsitzen
und dabei auch noch kräftig schwitzen
doch morgen, da ist Wochenend
da wird bis virtel zehn gepennt
denn es ist Regen angesagt
mich hat man wieder nicht gefragt
hoff ich doch mal auf gutes Wetter
dann wär es einfach viel, viel netter
als nur den ganzen Tag zu Haus
egal, ich schlafe einfach aus

Freitag, 22. Juni 2012

Sommertag

Soweit man es auch glauben mag
ist heute wieder so ein Tag
an dem das Wetter schön wie nie
für Regen ist es noch zu früh
scheint doch die Sonne wie sie will
und halten alle Wolken still.
Kein Lufthauch weht im grünen Gras
und trocknet es von seinem Naß.
Doch dort, am fernen Horizont
seht einmal, was da zu uns kommt
Da ziehen Wolken schwarz und schwer.
Sie treiben mit den Winden her
und tragen schwer an ihrer Last
doch treiben sie noch ohne Hast.
Wenn wir noch warten eine Stunde
so hört man es hier in der Runde
dann werden wir, wenn wir nicht laufen
uns um die freien Plätze raufen
hier unter dieser kleinen Brücke
wo wir dann in ner kleinen Lücke
dem Wasser fliehn solang bis man
mal wieder Sonne sehen kann.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Das Schnabeltier

Das Schnabeltier ist wie es scheint
für manchen einen, der da meint
zu sehen dieser Welten Sinn
ein nicht zu glaubender Gewinn.
Denn wie so so einer jener denkt
ist dieses Tier (das man nicht fängt)
ein ungeschlagener Beweis
(doch nur für jenen, der das weiss)
das Gott auch mal zu Scherzen neigt
und das nur all zu gerne zeigt.
Denn wer es sieht, das arme Vieh
der lacht doch sicher wie noch nie
ob wohl doch dieses arme Tier
im Leben gar nichts kann dafür.

Dienstag, 19. Juni 2012

Der Kater

Er sitzt spät nachts auf einem Baum,
er tarnt sich gut, man sieht ihn kaum.
Er schaut gespannt, was sich so tut
und hat doch selber keinen Mut.
So kletterte er heute Morgen
ganz unbekümmert ohne Sorgen
den Baum hinauf um mal zu sehn
ob er kann in die Ferne spähn.
Doch nun, wer hätte das gedacht
nun ist er ziemlich aufgebracht.
Traut sich den Weg nicht mehr hinunter
und ist schon lange nicht mehr munter.
So sitzt er da auf diesem Baum
ein Kater, ja man glaubt es kaum.