Freitag, 22. Juni 2012

Sommertag

Soweit man es auch glauben mag
ist heute wieder so ein Tag
an dem das Wetter schön wie nie
für Regen ist es noch zu früh
scheint doch die Sonne wie sie will
und halten alle Wolken still.
Kein Lufthauch weht im grünen Gras
und trocknet es von seinem Naß.
Doch dort, am fernen Horizont
seht einmal, was da zu uns kommt
Da ziehen Wolken schwarz und schwer.
Sie treiben mit den Winden her
und tragen schwer an ihrer Last
doch treiben sie noch ohne Hast.
Wenn wir noch warten eine Stunde
so hört man es hier in der Runde
dann werden wir, wenn wir nicht laufen
uns um die freien Plätze raufen
hier unter dieser kleinen Brücke
wo wir dann in ner kleinen Lücke
dem Wasser fliehn solang bis man
mal wieder Sonne sehen kann.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Das Schnabeltier

Das Schnabeltier ist wie es scheint
für manchen einen, der da meint
zu sehen dieser Welten Sinn
ein nicht zu glaubender Gewinn.
Denn wie so so einer jener denkt
ist dieses Tier (das man nicht fängt)
ein ungeschlagener Beweis
(doch nur für jenen, der das weiss)
das Gott auch mal zu Scherzen neigt
und das nur all zu gerne zeigt.
Denn wer es sieht, das arme Vieh
der lacht doch sicher wie noch nie
ob wohl doch dieses arme Tier
im Leben gar nichts kann dafür.

Dienstag, 19. Juni 2012

Der Kater

Er sitzt spät nachts auf einem Baum,
er tarnt sich gut, man sieht ihn kaum.
Er schaut gespannt, was sich so tut
und hat doch selber keinen Mut.
So kletterte er heute Morgen
ganz unbekümmert ohne Sorgen
den Baum hinauf um mal zu sehn
ob er kann in die Ferne spähn.
Doch nun, wer hätte das gedacht
nun ist er ziemlich aufgebracht.
Traut sich den Weg nicht mehr hinunter
und ist schon lange nicht mehr munter.
So sitzt er da auf diesem Baum
ein Kater, ja man glaubt es kaum.

Montag, 18. Juni 2012

Der Frosch

Ein Frosch, der sitzt an seinem Teich.
Er ist sehr laut, man hört ihn gleich.
Er ruft sein Weib voll Ungeduld,
kann sie nicht sehn, doch wer ist schuld?
War es der Storch, der dort so klappert?
War es die Mühle, die dort rattert?
Doch nein, da kommt sie angeschwommen,
sie hatte nur ein Bad genommen.
Und nun sitzen an diesem Teich
zwei Frösche und man hört sie gleich.

Dienstag, 12. Juni 2012

Magengrummeln

Oh, wie grummelt mir der Magen
und ich muss mich wirklich fragen
was denn los ist mit dem Ding
gestern wars doch nicht so schlimm.
Was hab ich denn nur im Bauch?
Ich steh wirklich auf dem Schlauch.
Solltens Schmetterlinge sein?
Doch wie kommen die da rein?
Und wie ich so überleg
find ich doch noch einen Weg
Ess ein Brot mit Wurst darauf
und das Grummeln, das hört auf.

Montag, 11. Juni 2012

Expertenwissen

Der Ball ist rund und gross das Tor,
Experten sagens wohl im Chor.
Mit ihrem ganzen Fussbalwissen
so dass wirs alle hören müssen.
Doch fragt man dann all diese Leute
woher wisst ihr das alles heute?
Dann stellt man fest, wen wunderts auch
die haben ein Gefühl im Bauch.
Dass nie den Rasen sie betraten,
noch einen Ball getreten hatten.

Sonntag, 10. Juni 2012

Morgens

Wenn ich so in die Ferne seh,
entspannt an meinem Fenster steh.
Wenn Vögel singen so wie heute,
wenn Mäuse balgen um die Beute.
Wenn ich seh, wie der Tag erwacht,
dann wird das Leben leicht gemacht.
Doch halt, da war doch noch etwas?
Ich muss zur Arbeit, was ein Spass.

Samstag, 9. Juni 2012

Blitz

Der Blitz schlägt ein, wo er nur kann
und trifft er auch mal einen Mann,
dann hat die Presse was zu melden
"Seht, dort im fernen Velden,
Da hat es diesen Mann erwischt".
Drauf sind sie immer sehr erpicht.
Denn Mord und Totschlag und Randale
verkauft sich besser als normale
Geschichten über die Sandale.
Drum achte wer den Löffel abgibt
dass er der Presse auch was zuschiebt
und möglichst skandalös vom Leben
dahingeht. Nicht wie jeder eben.

Freitag, 8. Juni 2012

Regen

Der Regen fällt mir auf den Kopf,
ich denke mir, was kommt denn noch?
Da bricht der Donner laut heraus
das Wetter ist heut echt ein Graus.
Obwohl es doch schon Juni ist
ist dieses Wetter übler Mist.
Wo bleibt, wenn man mal fragen darf,
die Sonne und ihr weiter Lauf
durch wolkenlose Himmelweite?
Stattdessen? Regen heute.

Dienstag, 5. Juni 2012

Kalt

Kalt ists heute hier im Lande,
friere sehr in mei'm Gewande
viel zu dünn und nicht sehr warm
völlig unbedeckt der Arm.
Was sind das für Kapriolen
keine Chance, sich zu erholen
Doch das Wetter bleibt so schlecht
macht mir heute gar nichts recht.
Drum bleib ich in meinem Zimmer
rauszugehen lohnt sich nimmer.
Trinke Tee bis irgendwann
ich die Sonne sehen kann.

Montag, 4. Juni 2012

Fahnen

Jetzt geht es also wieder los
die Freude scheint ja riesengross
dass jede Frau und jeder Mann
sein Auto wieder schmücken kann.
mit bunten Fahnen je nach Land
ganz ohne jeden Wiederstand.

Ganz plözlich kommt der Stolz heraus
es ist ein wahrer Augenschmauss
und doch stellt sich dann hier die Frage
warums so ist nich alle Tage.
Warum nur immer für den Sport
und nicht an jedem andern Ort?

Verbinden wir denn mit der Fahne
nur Fangesänge an der Bahne
die Sportler laufen in Sekunden
und das noch über viele Runden?
Wie wärs, wenn wie wie andre Leute
uns selber achten. Nicht nur heute.

Sonntag, 3. Juni 2012

Das Dönertier

Zur Mittagszeit geh ich auf die Pirsch
zu jagen nicht das Reh, noch den Hirsch.
Ich suche es in dunklen Gassen,
bald hab ichs gefunden, ich kanns noch nicht fassen

Doch siehe, da hinten in der Ecke
versucht es zu fliehen, es will durch die Hecke
dreht sich im Kreise um mich zu verwirren
doch meine Augen können nicht irren.

Die starke Hand führt des Messers Schneide
und führt zusammen, woran ich mich weide.
Serviert mit Brot und Salat der Saison
bekomm ich niemals genug davon.

Nun bin ich zu Hause, ich will dich verspeisen
so oft vermisst auf zu langen Reisen.
Jetzt ist es soweit, jetzt hab ich dich hier.
Du köstliche Speise, du Dönertier.

Freitag, 1. Juni 2012

Wetter

Hach, was ist das für ne Plage
stöhnt ein jeder dieser Tage
wenn er morgens in dem Wissen
aufsteht, ins Büro zu müssen.
Denn bei all dem guten Wetter
wäre es ja auch viel netter,
wenn er, ohne viel zu fragen
oder auch Bescheid zu sagen,
sich mit einer kleinen Decke
legen könnte an die Hecke
um den Tag nur zu geniessen
dort wo all die Blumen spriessen.

Doch für alles gibts ein Mittel
und man kann ja auch ein Drittel
oder mehr der Glassfassade
einfach schräge oder grade
mit nem Vorhang aus Papier
oder Stoff, was immer hier
so bedecken dass die Sonne
es nicht schafft mit Ihrer Wonne
den Büroschlaf uns zu stören
und wir können alle hören
das das Wetter dieser Tage
schlechter wird, gar keine Frage.