Montag, 20. August 2012

Hitzefrei

Dröhnend drehen sich im Kreise
Lüfterblätter. Ich stöhn leise
"Hätt ich doch nur Hitzefrei".
Seh stattdessen wie ein Ei
brät auf meines Tisches Platte
das ich dort gelassen hatte.
Sehne mich nach einem Bier
gut gekühlt hätt ichs gern hier
lausche weiter den Motoren
die da treiben die Rotoren
Sitze da und laufe aus
doch bald ist die Arbeit aus.

Freitag, 27. Juli 2012

Freitag

Der Tag geht los mit 30 Grad
ich seh schon, das wird ziemlich fad
werd wieder im Büro rumsitzen
und dabei auch noch kräftig schwitzen
doch morgen, da ist Wochenend
da wird bis virtel zehn gepennt
denn es ist Regen angesagt
mich hat man wieder nicht gefragt
hoff ich doch mal auf gutes Wetter
dann wär es einfach viel, viel netter
als nur den ganzen Tag zu Haus
egal, ich schlafe einfach aus

Freitag, 22. Juni 2012

Sommertag

Soweit man es auch glauben mag
ist heute wieder so ein Tag
an dem das Wetter schön wie nie
für Regen ist es noch zu früh
scheint doch die Sonne wie sie will
und halten alle Wolken still.
Kein Lufthauch weht im grünen Gras
und trocknet es von seinem Naß.
Doch dort, am fernen Horizont
seht einmal, was da zu uns kommt
Da ziehen Wolken schwarz und schwer.
Sie treiben mit den Winden her
und tragen schwer an ihrer Last
doch treiben sie noch ohne Hast.
Wenn wir noch warten eine Stunde
so hört man es hier in der Runde
dann werden wir, wenn wir nicht laufen
uns um die freien Plätze raufen
hier unter dieser kleinen Brücke
wo wir dann in ner kleinen Lücke
dem Wasser fliehn solang bis man
mal wieder Sonne sehen kann.

Donnerstag, 21. Juni 2012

Das Schnabeltier

Das Schnabeltier ist wie es scheint
für manchen einen, der da meint
zu sehen dieser Welten Sinn
ein nicht zu glaubender Gewinn.
Denn wie so so einer jener denkt
ist dieses Tier (das man nicht fängt)
ein ungeschlagener Beweis
(doch nur für jenen, der das weiss)
das Gott auch mal zu Scherzen neigt
und das nur all zu gerne zeigt.
Denn wer es sieht, das arme Vieh
der lacht doch sicher wie noch nie
ob wohl doch dieses arme Tier
im Leben gar nichts kann dafür.

Dienstag, 19. Juni 2012

Der Kater

Er sitzt spät nachts auf einem Baum,
er tarnt sich gut, man sieht ihn kaum.
Er schaut gespannt, was sich so tut
und hat doch selber keinen Mut.
So kletterte er heute Morgen
ganz unbekümmert ohne Sorgen
den Baum hinauf um mal zu sehn
ob er kann in die Ferne spähn.
Doch nun, wer hätte das gedacht
nun ist er ziemlich aufgebracht.
Traut sich den Weg nicht mehr hinunter
und ist schon lange nicht mehr munter.
So sitzt er da auf diesem Baum
ein Kater, ja man glaubt es kaum.

Montag, 18. Juni 2012

Der Frosch

Ein Frosch, der sitzt an seinem Teich.
Er ist sehr laut, man hört ihn gleich.
Er ruft sein Weib voll Ungeduld,
kann sie nicht sehn, doch wer ist schuld?
War es der Storch, der dort so klappert?
War es die Mühle, die dort rattert?
Doch nein, da kommt sie angeschwommen,
sie hatte nur ein Bad genommen.
Und nun sitzen an diesem Teich
zwei Frösche und man hört sie gleich.

Dienstag, 12. Juni 2012

Magengrummeln

Oh, wie grummelt mir der Magen
und ich muss mich wirklich fragen
was denn los ist mit dem Ding
gestern wars doch nicht so schlimm.
Was hab ich denn nur im Bauch?
Ich steh wirklich auf dem Schlauch.
Solltens Schmetterlinge sein?
Doch wie kommen die da rein?
Und wie ich so überleg
find ich doch noch einen Weg
Ess ein Brot mit Wurst darauf
und das Grummeln, das hört auf.

Montag, 11. Juni 2012

Expertenwissen

Der Ball ist rund und gross das Tor,
Experten sagens wohl im Chor.
Mit ihrem ganzen Fussbalwissen
so dass wirs alle hören müssen.
Doch fragt man dann all diese Leute
woher wisst ihr das alles heute?
Dann stellt man fest, wen wunderts auch
die haben ein Gefühl im Bauch.
Dass nie den Rasen sie betraten,
noch einen Ball getreten hatten.

Sonntag, 10. Juni 2012

Morgens

Wenn ich so in die Ferne seh,
entspannt an meinem Fenster steh.
Wenn Vögel singen so wie heute,
wenn Mäuse balgen um die Beute.
Wenn ich seh, wie der Tag erwacht,
dann wird das Leben leicht gemacht.
Doch halt, da war doch noch etwas?
Ich muss zur Arbeit, was ein Spass.

Samstag, 9. Juni 2012

Blitz

Der Blitz schlägt ein, wo er nur kann
und trifft er auch mal einen Mann,
dann hat die Presse was zu melden
"Seht, dort im fernen Velden,
Da hat es diesen Mann erwischt".
Drauf sind sie immer sehr erpicht.
Denn Mord und Totschlag und Randale
verkauft sich besser als normale
Geschichten über die Sandale.
Drum achte wer den Löffel abgibt
dass er der Presse auch was zuschiebt
und möglichst skandalös vom Leben
dahingeht. Nicht wie jeder eben.

Freitag, 8. Juni 2012

Regen

Der Regen fällt mir auf den Kopf,
ich denke mir, was kommt denn noch?
Da bricht der Donner laut heraus
das Wetter ist heut echt ein Graus.
Obwohl es doch schon Juni ist
ist dieses Wetter übler Mist.
Wo bleibt, wenn man mal fragen darf,
die Sonne und ihr weiter Lauf
durch wolkenlose Himmelweite?
Stattdessen? Regen heute.

Dienstag, 5. Juni 2012

Kalt

Kalt ists heute hier im Lande,
friere sehr in mei'm Gewande
viel zu dünn und nicht sehr warm
völlig unbedeckt der Arm.
Was sind das für Kapriolen
keine Chance, sich zu erholen
Doch das Wetter bleibt so schlecht
macht mir heute gar nichts recht.
Drum bleib ich in meinem Zimmer
rauszugehen lohnt sich nimmer.
Trinke Tee bis irgendwann
ich die Sonne sehen kann.

Montag, 4. Juni 2012

Fahnen

Jetzt geht es also wieder los
die Freude scheint ja riesengross
dass jede Frau und jeder Mann
sein Auto wieder schmücken kann.
mit bunten Fahnen je nach Land
ganz ohne jeden Wiederstand.

Ganz plözlich kommt der Stolz heraus
es ist ein wahrer Augenschmauss
und doch stellt sich dann hier die Frage
warums so ist nich alle Tage.
Warum nur immer für den Sport
und nicht an jedem andern Ort?

Verbinden wir denn mit der Fahne
nur Fangesänge an der Bahne
die Sportler laufen in Sekunden
und das noch über viele Runden?
Wie wärs, wenn wie wie andre Leute
uns selber achten. Nicht nur heute.

Sonntag, 3. Juni 2012

Das Dönertier

Zur Mittagszeit geh ich auf die Pirsch
zu jagen nicht das Reh, noch den Hirsch.
Ich suche es in dunklen Gassen,
bald hab ichs gefunden, ich kanns noch nicht fassen

Doch siehe, da hinten in der Ecke
versucht es zu fliehen, es will durch die Hecke
dreht sich im Kreise um mich zu verwirren
doch meine Augen können nicht irren.

Die starke Hand führt des Messers Schneide
und führt zusammen, woran ich mich weide.
Serviert mit Brot und Salat der Saison
bekomm ich niemals genug davon.

Nun bin ich zu Hause, ich will dich verspeisen
so oft vermisst auf zu langen Reisen.
Jetzt ist es soweit, jetzt hab ich dich hier.
Du köstliche Speise, du Dönertier.

Freitag, 1. Juni 2012

Wetter

Hach, was ist das für ne Plage
stöhnt ein jeder dieser Tage
wenn er morgens in dem Wissen
aufsteht, ins Büro zu müssen.
Denn bei all dem guten Wetter
wäre es ja auch viel netter,
wenn er, ohne viel zu fragen
oder auch Bescheid zu sagen,
sich mit einer kleinen Decke
legen könnte an die Hecke
um den Tag nur zu geniessen
dort wo all die Blumen spriessen.

Doch für alles gibts ein Mittel
und man kann ja auch ein Drittel
oder mehr der Glassfassade
einfach schräge oder grade
mit nem Vorhang aus Papier
oder Stoff, was immer hier
so bedecken dass die Sonne
es nicht schafft mit Ihrer Wonne
den Büroschlaf uns zu stören
und wir können alle hören
das das Wetter dieser Tage
schlechter wird, gar keine Frage.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Kaffee

Draussen wird es langsam hell
mir geht das jedoch zu schnell
steh schon wieder auf dem Schlauch
kriege kaum die Augen auf.
Wanke in die Küche schnelle
schnappe mir die Kaffeekelle
fülle voll den alten Pott
stürze ihn auf einmal fort.
Ach, wie tut das wieder gut
ich fass wieder frischen Mut
Kaffe ist mein Elixier
Kaffee über alles hier.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Der Spatz

Neulich sass ich im Hotel,
dachte mir, ich könnte schnell
etwas essen, denn heut Abend
krieg ich nichts mehr in den Magen.
Also lauf ich durch die Stadt,
schau, was alles offen hat
bleibe an der Nordsee stehn,
denn ich hab etwas gesehn.
Scholle soll es heute sein,
denk ich mir und trete ein.
Setz mich hin an meinen Platz,
fliegt herein ein kleiner Spatz.
Springt herum unter dem Tisch
ist auch garnich ärgerlich
pickt die kleinen Krümel auf
denn die gibt es da zuhauf.
Schaut mich an wie zum Ade
Scheiden tut nur manchmal weh,
fliegt davon und ich bleib da,
schreib es auf, denn es ist wahr.

Dienstag, 29. Mai 2012

Baku

Heute sieht man wie sie singen,
tanzen, lachen und auch springen
in dem grossen, weiten Lande
das sich hüllt in ein Gewande
das das Üble soll verdecken
doch man kann es nicht verstecken
hinter all dem bunten Glanze
und dem ganzen Mummenschanze.
Morgen ist er schon vorbei
manchen ist es einerlei
dass das Recht an diesem Ort
nicht mehr ist, als leeres Wort.

Montag, 28. Mai 2012

Autobahn

Endlos zieht sich graues Band
leicht gewunden durch das Land.
Hier ein Berg und dort ein Tal
auch ein Rastplatz immer mal.
Darauf ziehn mit viel Gepäck
grosse Tiere die am Heck
stehts das nächste mit sich führn
jedes kann die Weite spürn.
Mitten in der Karawane
sitzt der heutige Germane
hinterm Steuer seiner Wagen
und hat doch nichts mehr zu sagen.
Wird gezwungen von dem Bande
sich zu schlängeln durch die Lande
auf dem Weg zu seinem Glück
das er lange liess zurück.

Sonntag, 27. Mai 2012

Leipzig

Leipzig, mei, was bist du schee
denke ich mir bei meim Kafee
morgens an der Thomaskirche
sitz ich mitten im Gewirche.
Rings um mich die schwarzen Leute
planen, was sie tun wolln heute
ob zu Agra, Werk, MB
auf das jeder jeden seh
Shopping muss natürlich sein
wo gehts in die Halle rein?
Leipzig, mei was bist Du schee
Leipzig, Du und s WGT

Samstag, 26. Mai 2012

Die Mücke

Heute morgen in ner Lücke
meines Fensters sass ne Mücke.
Leise, um sich zu verstecken,
kriecht sie gern in solche Ecken.
Ganz besonders, wenn es Helle,
denn dann kann man auf die Schnelle
sie verfolgen mit dem Besen
und das wars dann auch gewesen.
Doch bei Nacht, da wird sie flügge,
diese ganze gemeine Mücke.
Um uns in den Schlaf zu wiegen
fängt sie stille an zu fliegen.
Lässt sich auf dem Fuße nieder
putzt noch einmal ihr Gefieder,
sticht uns an und saugt uns aus
Mann, was ist das für ein Graus.
Und am Morgen in der Lücke
meines Fensters sitzt die Mücke.
Schaut ganz brav, das kleine Tier
"Schaut, ich war schon immer hier"

Donnerstag, 24. Mai 2012

Der Marderschaden

Marder sind ja auch nur Tiere
haben meisst der Beine viere
Maul und Schwanz sind auch noch dran
wie es jeder sehen kann.

Doch so manche Zeitgenossen
sind des Morgens oft verdrossen
wenn sie aus dem Hause gehn
und den Marderschaden sehn

Toben dann und fluchen sehr
denn es geht oft garnichts mehr
und der heilge Autowagen
wird alsbald zu Grab getragen

Doch was reden wir den hier?
Auch der Marder ist ein Tier
tut was er nicht lassen kann
wie es jeder sehen kann

Mittwoch, 23. Mai 2012

Alltag

Kaum, dass ich heut aufgestanden,
denk ich mir, wo werd ich landen,
wenn ich heut mal garnichts tu?
Das lässt mir jetzt keine Ruh.
Sind doch alle unsre Tage
Durchgeplant, ganz ohne Frage.
Hektik, Stress die ganze Zeit
das geht mir ja doch zu weit.
Wo ist nur die Zeit geblieben,
wo ich konnte bleiben liegen?
Lange her muss das schon sein,
denn es fällt mir nicht mehr ein.
Und am Ende dieser Frage
steh ich auf, wie alle Tage,
fahr zur Arbeit, wie gewohnt
ob sichs heute endlich lohnt?

Dienstag, 22. Mai 2012

Mein Fahrrad

Alle Tage im Verkehr
liebe ich mein Fahrrad sehr.
Sinds auch manchmal weite Strecken
brauch ich mich nicht zu verstecken.
Radle dann bergauf, bergab
bleibe immer schön im Trab
und am Ende einer Tour
frage ich, wohin denn nur
fahre ich den nächsten Tag?
Fahren ists, was ich so mag.

Sonnenstich

Die Sonne brennt mir auf den Pelz,
ich hab schon Angst, dass ich hier schmelz.
Die Wärme find ich ja ganz gut,
doch langsam platzt mir hier der Hut
kein Schatten hier, kein Schatten da,
es wäre wirklich wunderbar
wenn ich jetzt einfach baden gänge
statdessen steh ich im Gedränge
der Innenstadt mit meiner Frau
die sucht etwas, weiss nicht genau
was sie denn will oder auch nicht
ich hoffe, es ist hier bald Schicht
dann werde ich (kanns kaum erwarten)
mit meinem Bier in meinem Garten
in Schatten liegend mich ergötzen
und ihr könnt draussen weiterschwitzen.

Montag, 21. Mai 2012

Supermarkt

Am Regal mit fetter Beute
hetzt sie lang, die dicke Meute
Käse, Wurst und auch Salat
und noch etwas für das Bad
Brot und Butter nicht vergessen
denn wir wollen heut was essen
auch noch etwas für das Kind
dann zur Kasse auf geschwind
in die Schlange eingereiht
denn es wird schon langsam Zeit
heimzukehrn mit dem Ertrag
wenn mans wirklich noch vermag
nach dem Kampf im Supermarkt
und dem anstrengenden Tag

Rauchverbot

Wenn ich das seh, wie heut die jungen
Leute ihre beiden Lungen
beim joggen füllen mit dem Staube
der dort zusammen mit dem Laube
auf Wegen, kaum dass man sie sieht
herumliegt und auch gerne fliegt
dann weiss ich nich was soll ich halten
vom Rauchverbot, das man lässt walten
in meiner Kneipe um die ecke
wo doch genau den selben Drecke
die Leute hocherfreuten Mutes
tief atmen, als wär das was gutes.